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Unterstützte Kom­mu­ni­ka­ti­on

Geschichte wird lebendig

Das Themengebiet der Unterstützten Kom­mu­ni­ka­ti­on (UK) ist in­ter­na­tio­nal unter dem Begriff der augmentative and alternative com­mu­ni­cation (AAC) bekannt. Der Ein­satz von Methoden der UK verfolgt das Ziel, die Kommunikationsmöglichkeiten von Men­schen, die sich nicht oder nur sehr ein­ge­schränkt lautsprachlich verständigen kön­nen, durch ergänzende oder alternative Kommunikationsformen zu erweitern. Die Ent­wick­lung der Unterstützten Kom­mu­ni­ka­ti­on haben Stu­die­ren­de der TU Dort­mund zum The­ma einer Aus­stel­lung gemacht.

Alle Men­schen haben das Bedürfnis nach Kom­mu­ni­ka­ti­on, Kontakt und Aus­tausch. So auch die Men­schen, die durch angeborene oder erworbene Schädigungen in ihren Kommunikationsmöglichkeiten beeinträchtigt sind. Unterstützte Kom­mu­ni­ka­ti­on (UK) ergänzt, un­ter­stützt oder ersetzt die Lautsprache und bietet in­di­vi­du­elle Maß­nahmen für eine bessere Verständigung und Selbstbestimmung. Gemeinsam mit unserem Ko­ope­ra­tions­part­ner, der „Ge­sell­schaft für Unterstützte Kom­mu­ni­ka­ti­on e. V.“ haben acht Stu­die­ren­de der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund eine Aus­stel­lung zur Ent­wick­lung der UK konzipiert. In der Hoch­schul­etage des Dort­mun­der U‘s wurde den Besuchern, vom 27. August bis zum 17. September 2017, ein chronologischer Rundgang mit historischen Kommunikationshilfen und Meilensteinen der UK-Geschichte an­ge­bo­ten. Zudem konn­ten sie Einblicke in die per­sön­li­che Sichtweise von Unterstützt Kommunizierenden (Men­schen, die un­ter­stützt kommunizieren) er­hal­ten und bekommen die Mög­lich­keit, ver­schie­de­ne Hilfsmittel auszuprobieren.

An den einzelnen Stationen waren eine Vielzahl von Exponaten zu sehen,  wie z. B. „Hector“,  der mit einer Größe von 60 x 35 cm und ei­nem Gewicht von ca. 12 kg die erste mobile Kommunikationshilfe mit Sprachausgabe  in Deutsch­land war.  Zu den Meilensteinen der Ent­wick­lung Unterstützter Kom­mu­ni­ka­ti­on gehören eben­falls die Grün­dung des Vereins im Jahr 1990 mit allen Aktivitäten zur Verbreitung des Fachgebiets UK oder verschiedenste Generationen von elektronischen Geräten mit un­ter­schied­lichen Sprachstrategien und Anwendungsprogrammen. An einigen interaktiven Stationen konn­ten die Besucherinnen und Besucher selbst ausprobieren, wie Kom­mu­ni­ka­ti­on ohne eigene Lautsprache funk­ti­o­niert. Auf ausleihbaren Tablets wurden in Videoausschnitten ver­schie­de­ne  Interviewsequenzen präsentiert, bei denen  die Perspektive der un­ter­stützt kommunizierenden Men­schen zur Ent­wick­lung in diesem Bereich eindrucksvoll deutlich ge­macht wird.

Die Aus­stel­lung entstand im Rah­men eines Projekts, welches von den Stu­die­ren­den der Fa­kul­tät Re­ha­bili­ta­tions­wissen­schaf­ten am dem Win­ter­se­mes­ter 2016/2017 ent­wickelt wurde. Unter dem Projektdach „Teilhabe durch Kom­mu­ni­ka­ti­on und Me­di­enbe­schäf­tig­ten sich die Stu­die­ren­den mit dem The­ma der di­gi­ta­len Inklusion, welches aufgrund der zunehmenden Di­gi­ta­li­sie­rung der Ge­sell­schaft ein be­son­ders aktuelles ist. „Digitale Inklusion“ will durch Zurverfügungstellung barrierefreier Zugänge, Bereitstellung ge­eig­ne­ter Kommunikations- und Hilfsmittel und die Vermittlung von Me­di­en­kom­pe­tenz, durch Empowerment in betroffenen Ziel­grup­pen und das Thematisieren von Verschiedenheit zu einer inklusiv gestalteten di­gi­ta­len Ge­sell­schaft beitragen. Ein Panorama von engagierten Akteuren, inno­va­ti­ven Projekten, Förderprogrammen und Netzwerken arbeitet daran, die immer wich­ti­ger werdende di­gi­ta­le Ge­sell­schaft inklusiv zu denken und zu ge­stal­ten. Im Projektdach „Teilhabe durch Me­di­enwer­den Medienzugang, Medienbildung und Medien­nutzung als Empowerment(praxis) im Horizont von Inklusion gedacht, die tech­no­lo­gi­sche wie soziale Innovationskonzepte erfordern. Empowerment ist grund­sätz­lich an der Ent­wick­lung und Entfaltung von individueller Handlungsmächtigkeit bzw. -fähigkeit im Spannungsfeld von Individuum und Ge­sell­schaft orientiert; demzufolge sind Formen des bar­ri­e­re­frei­en Medienzugangs und einer handlungsorientierten Medienbildung als Grundlage einer Empowermentpraxis zu fassen, wel­che mittels Me­di­en(-arbeit) Bildungs- sowie Veränderungspotenziale zur verbesserten Teilhabe auf Ebene des Individuums als auch auf Ebene von Ge­sell­schaft freisetzt. Dazu gehört die Aus­ei­nan­der­set­zung mit ergänzende und ersetzte Kommunikationsmöglichkeiten.

 

Laufzeit

2016 - 2017

Kalender

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Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.