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Internationale Vergleichsstudie

Unter­stüt­zung und Barrieren in der Nutzung von Internet und sozialen Me­di­en durch Kin­der und Jugendliche mit komplexen Kommunikationsbedürfnissen


Bei Heranwachsenden ohne Be­hin­de­run­gen ist ein enormer Anstieg der Nutzung des In­ter­nets als Werkzeug für soziale Netzwerke zu verzeichnen. Es hat einen zen­tra­len Stellenwert für Freizeit und Entspannung. 2009 nutzten 90% der 12-17jährigen und 97% der 16-17jährigen australischen Jugend­lichen regelmäßig soziale Netzwerke. Fast 92% der japanischen Teenager nut­zen regelmäßig das Internet. Dieses hohe Nutzungslevel wirkt sich positiv aus, da sie eine größere soziale Unter­stüt­zung durch ihren Freundeskreis erfahren (Raghavendra et al. 2012). Das rapide Wachstum dieser Angebote führt zugleich zu größerer Aufmerksamkeit, aber auch zu Befürchtungen hinsichtlich damit verbundener Risiken durch Eltern, Mit­ar­bei­ter*innen in Schulen, sowie politisch Ver­ant­wort­li­che.

In Deutsch­land ist die Anzahl der Internetnutzer*innen von 46 Mil­lio­nen 2010 auf 58 Mil­lio­nen in 2016 gestiegen. Das bedeutet 83,8 % der deut­schen Bevölkerung (ab 14 Jahren) nutzt das Internet zumindest selten. Seit 2015 ist ein Anstieg von 3,4 % oder 1,9 Mil­lio­nen Men­schen zu verzeichnen. 100% der 14-19jährigen nutzt das Internet zumindest selten, 91,5 % gaben 2016 an, es täglich zu nut­zen (Koch, Frees 2016, 429ff.). Die Nutzung sozialer Me­di­en ist 2016 signifikant angestiegen. 70 % der 14-19jährigen gab an, Facebook täglich zu nut­zen. Auch ins­ge­samt ist die Be­deu­tung sozialer Me­di­en nochmals gewachsen.

Die Nutzung des In­ter­nets und soziale Me­di­en durch Per­so­nen mit komplexen Kommunikationsbedürfnissen stellt ein Forschungsdesiderat dar. Es fehlt weiterhin ein internationaler Vergleich.

Das For­schungs­pro­jekt adressiert die webbasierte soziale Teilhabe der am stärksten marginalisierten und isolierten Gruppen von Heranwachsenden, ein­schließ­lich von jungen Men­schen mit komplexen Kommunikationsbedürfnissen in spezifischen Regionen in Australien, Irland und Deutsch­land. Es geht folgenden For­schungs­fra­gen nach:

  1. Wie nut­zen junge Men­schen mit komplexen Kommunikationsbedürfnissen das Internet und soziale Me­di­en?
  2. Was sind Förderfaktoren und Barrieren für die Nutzung des In­ter­nets und sozialer Me­di­en für diese Gruppe?
     

Beteiligte Forscher*innen und Ein­rich­tun­gen

  • Pammi Raghavendra, Flinders Uni­ver­sity, Adelaide/Australien
  • Martine Smith, Uni­ver­sity of Dublin, Republic of Ireland
  • Gregor Renner, Catholic Uni­ver­sity of Applied Sciences Freiburg, Germany
  • Ingo Bosse, TU Dort­mund Uni­ver­sity, Germany
     

Projektlaufzeit

04/2017 - 03/2018

 

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