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Dissertation von Dr. Andrea Hellermann

Coping und Ver­ant­wor­tung - Eine kontextsensible Analyse der Situation von Familien mit beeinträchtigten Kindern


Zielsetzung

In der vorliegenden Dissertation wird die Absicht verfolgt, eine Skizze zu den alltagsimmanenten Copingprozessen von Familien mit beeinträchtigten Kindern zu erstellen, in der die Betrachtung ihrer An­for­de­run­gen und Leis­tun­gen unter ei­nem kontextsensiblen Fokus geschieht. Die Ar­beit verfolgt dabei ein doppeltes Erkenntnisinteresse: zum einen wird ein bislang nicht tiefergehend verfolgter Betrachtungsschwerpunkt vorgeschlagen, um die Situation von Familien mit beeinträchtigten Kindern und der Fra­ge nach ihrem Umgang mit der Be­son­der­heit ihres Kindes zu analysieren. Zum anderen wird ein dazu notwendigerweise kontextsensibles Copingmodell hergeleitet und begründet, das für diese Analyse einen Rah­men zur Ver­fü­gung stellt, der der Situation der Familien vor dem Hintergrund des neuen Betrachtungsschwerpunktes angemessen ist und dessen Be­rück­sich­ti­gung strukturell sicherstellt.
 

Methode

Zunächst wird der Blick auf den vorgeschlagenen Analysefokus der Ver­ant­wor­tung gerichtet, der zu­nächst literaturgestützt als zentraler Be­stand­teil in den Lebenswirklichkeiten der Zielgruppe aufgeworfen und als effektive Analysemaske begründet wird. Hier wer­den ver­schie­de­ne, mit­ei­nan­der kumulierende Facetten einer (teils) besonderen Elternverantwortung im Alltag der Familien skizziert und als re­le­van­te Einflussfaktoren auf ih­re Copingprozesse herausgearbeitet (Teil 2 der Ar­beit). Die Präsenz dieser Verantwortungsphänomene im Alltag der Familien begründet das Erfordernis, diese Aspekte auch in entsprechenden Copingmodellen zu berücksichtigen. Da die Analyse existierender Copingmodelle eine diesbezügliche Forschungslücke aufgeworfen hat, wird in ei­nem zirkulären Entwicklungsprozess ein Copingmodell entworfen (Teil 3 der Ar­beit), welches den neuartigen Fokus repräsentiert. Dieses Modell stellt auch für die empirische Studie (Leitfadeninterviews mit Eltern beeinträchtigter Kin­der) der Dissertation den Rah­men zur Ver­fü­gung, aus dem sich die gewählte Methodik speist (Teil 4 der Ar­beit).

Die Auswertung der Studie mit dem Ziel einer empirischen Plausibilitätsprüfung des Modells und der Fra­ge nach seiner Eig­nung zur In­te­gra­ti­on des Verantwortungsfokusses in den Copingdiskurs geht der Fra­ge nach, wie allgegenwärtig die antizipierten Verantwortungsphänomene in den Lebenswirklichkeiten der Familien sind und an welchen Stellen bzw. in welcher Gestalt sie einen be­son­ders starken Einfluss auf den Umgang der Eltern mit der Be­son­der­heit ihres Kindes haben (Teil 5 der Ar­beit).

Durch diese Exemplifizierung und Nuancierung relevanter Copingfaktoren und Modellvariablen gelingt eine abschließende Beurteilung des Modells vor dem Hintergrund der angestrebten Verantwortungsskizze.
 

Publikationen

  • Hellermann, A. (2018). Coping und Ver­ant­wor­tung. Eine kontextsensible Analyse der Situation von Familien mit beeinträchtigten Kindern. Dissertation unter Be­treu­ung von Prof. Dr. Renate Walthes und Jun.-Prof. Dr. Ingo Bosse, TU Dort­mund. Online verfügbar, abzurufen unter https://eldorado.tu-dortmund.de/handle/2003/38314.

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