Vortrag auf der WCFEducation

Zu „Resilienz und Inklusion an deutschen Hochschulen“ und der damit zusammenhängenden Wechselwirkung von personalen Ressourcen von Studierenden mit körperlich-funktionalen Diversitätsmerkmalen mit sozialen und strukturellen Einflussgrößen präsentierte Vivien Raczkiewicz auf der WCFEducation Konferenz an der University of Oxford.
Neben einer kurzen theoretischen Einführung in die Situation deutscher Studierenden mit körperlich-funktionalen Diversitätsmerkmalen und der Perspektive eines sozial-kulturellen Behinderungsmodells, wurde das zugrunde gelegte Inklusionsverständnis vorgestellt, welches sich – im Sinne einer „Hochschule für Alle!“ – aus der akademischen Qualifikation, der sozialen Teilhabe, dem Wohlbefinden und der Anerkennung von Studierenden speist. Die drei zugrundeliegenden Ressourcendimensionen wurden beschrieben, methodisch untermauert und mittels qualitativer Ergebnisse und anschaulicher Ankerzitate aus der Lebensrealität der Studierenden praktisch anwendbar gemacht.
Schlussfolgernd wurde diskutiert, dass strukturelle Barrieren wie unzugängliche Einrichtungen, starre akademische Abläufe und begrenzte institutionelle Unterstützung Hindernisse darstellen, die die Teilhabe beeinträchtigen und Stressreaktionen auslösen können. Soziale Barrieren, darunter der Ausschluss aus sozialen Netzwerken, unerkannte Bedürfnisse und begrenzte Möglichkeiten zur Teilhabe, beeinflussen in Wechselwirkung mit strukturellen Einschränkungen das Zugehörigkeitsgefühl, die Anerkennung und das Wohlbefinden der Studierenden. Persönliche Ressourcen und Resilienz bestimmen, wie gut Studierende diese Herausforderungen bewältigen und prägen somit ihre Bewältigungsfähigkeit und ihren Studienerfolg.
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